Reise nach Japan vom 07.-21. April 2018

Tag 1:

Pünktlich warteten wir am vereinbarten Treffpunkt im Flughafen Zürich
auf unseren «Reisebegleiter» Hanspeter… Nach diversen unerwarteten Begebenheiten, befand sich unsere professionell organisierte Reisegruppe schlussendlich vollzählig und übers ganze Flugzeug verteilt auf dem Flug LX 160 nach Tokyo. Das Gepäck von fast allen Passagieren befand sich ebenfalls an Bord…

Tag 2:

Die Ankunft in Tokyo/Narita, auf der japanischen Hauptinsel «Honshū», und die Einreiseformalitäten verliefen problemlos. Wir wurden von unserer Reiseleiterin, Kaoru Harada, sehr sympathisch empfangen. Als Erstes besuchten wir den buddhistischen Tempel «Asakusa Kannon», wo gerade Buddha’s Geburtstag «Hana-Matsuri» zelebriert wurde. Danach stand das neue Wahrzeichen von Tokyo, der 634m hohe «Tokyo Sky-Tree», auf dem Programm. Frisch verpflegt und gestärkt konnten wir im Tokyo-Dome-Hotel unsere luxuriösen Zimmer beziehen. Der Blick auf die Skyline, den Freizeitpark mit Achterbahn und die «Tokyo-Dome Baseball-Arena» waren sehr eindrücklich. Die freie Zeit bis zum Abendessen in einem lokalen Restaurant wurde unterschiedlich genutzt… schnarch…

Tag 3:

Nach dem ausgiebigen Frühstücksbuffet mit Croissants und Fischsuppe im Hotel, starteten wir unsere Besichtigungstour durch Tokyo. Beim Betreten der Tokyo-Metro wurde uns bewusst, wie es sich in einem Ameisenhaufen anfühlen muss… In der Folge besuchten wir den «Meiji-Jingu-Schrein», die berühmteste Hundestatue der Welt «Hachiko» sowie das «Tokyo Metropolitan Building» in Shinjuku inklusive Super-Mario-Kart-Parade… In den riesigen Einkaufszentren kamen sogar Shopping-Banausen auf ihre Kosten (Sushi in allen Varianten, Backwaren, Patisserie, Schoggi, Torten…). Ein leckeres Abendessen mit Sushi und diversen frittierten «Sachen», bildete den Abschluss unseres dritten Tages.

Tag 4:

Der Morgen wurde individuell gestaltet. Während die einen den Fischmarkt oder das Nationalmuseum besuchten, fuhren die anderen an die Tokyo-Bucht mit Mini-Miss-Liberty, Rainbow Brücke und anschliessender Hafenrundfahrt bis zur Asahi-Bierhalle. Am Ueno Tokyo-Zoo verweilten einige bei Panda & Co, derweil es die mutigsten Judokas Richtung Korakuen-Station zog. Für uns Samurailer stand nun ein Japan-Highlight der besonderen Art auf der Tagesordnung: Wir betraten die Heiligtümer des Judogründers «Jigoro Kano», den «Kodokan». Erstaunt stellten wir fest, wie sich die anwesenden Kodokan-Judo-Meister ehrfürchtig vor Kaoru verneigten… Ohne es zu wissen, wurden wir von der Tochter eines Judo-Olympioniken geleitet! Wir übten uns in verschiedenen Techniken und auf mehreren Etagen. Einige von uns bereuten es, sich nicht doch zum Training eingeschrieben zu haben… Es war ein einmaliges Erlebnis, welches wir in bester Erinnerung behalten werden. Mit einem Schlummertrunk in der Dome Hotel-Skybar schlossen wir den Judoday.

Tag 5:

Der Vormittag begann mit einem Ausflug nach Kamakura und dem Besuch der Tempelanlage, wo sich die Bronze-Sitzstatue des Daibutsu Buddha befindet. Nach kurzem Fussmarsch erreichten wir die schön gelegene «Hasedera» Tempelanlage. Ab «Hase-Station» gelangten wir nach Yokohama, wo wir nach dem Chinatown-Besuch in einem lokalen Bistro das Mittagessen mit japanischen Ravioli (Gyoza) genossen. Zurück in der Hauptstadt war «schon» wieder shoppen angesagt… (Der Lindt-Schoggiladen war zugegeben nicht schlecht…)

Tag 6:

Ausser Hampi wagten sich inzwischen alle an die meeresbewohner-lastige Frühstücks-Auswahl und stärkten sich mit sauren, süssen und scharfen Gaumenfreuden. Per Zug gings auf nach Nikko unweit von Tokio. Die Stadt befindet sich am Eingang zum Nikko Nationalpark, berühmt für Toshogu, einer von Japans reich verzierten Schreinen. Auch die drei Affen . finden sich dort. Hauptattraktion neben vielen Weltkulturerbe-Stätten ist das Mausoleum von Tokugawa Ieyasu, dem Begründer des Tokugawa-Shogunats. Auf dem Rückweg schlangen wir in der Lokalbahn verbotenerweise unser Fastfood herunter… An der Tokyo-Station, im Hochhaus-/ Geschäftsviertel «Marunouchi», unweit des Ginza-Viertels, stieg ein Grüppchen aus dem Zug, um Fotos vor dem Kaiserpalast und der «Kusunoki Masashige-Statue» zu schiessen.
Zum z’Nacht gabs ein Hokkaido-Menu, eine Art Tischgrill. Itadakimasu!

Tag 7:

Wir verliessen Tokyo mit dem Shinkansen Superexpress «Kagayuki 507» und erreichten Kanazawa gegen Mittag. Im historischen Viertel bestaunten wir eine Vorstellung traditioneller japanischer Künste im Kulturhaus «Samurai Yakata». Nebst dargebotener traditioneller Musik und Tänzen konnten auch wir zu Helm und Schwert greifen. Das «Kanazawa Castle» und die «Kenrokuen» Gartenkreationen versetzten uns endgültig in Frühlingsstimmung. Kirschblüten, Teichanlagen, farbige Fische und Brautpaare beim Fotoshooting erfüllten den Park mit Leben. Sobald wir im Ryokan «Yuya-Ruru-Saisai» unsere Suiten bezogen hatten, wurde umgehend die japanische Bäderkultur getestet. Die hohen Badetemperaturen sorgten teilweise für rote Köpfe… Im Haus-Kimono und Zehensocken fanden wir uns im Reismatten-Speisesaal zum «Kaiseki-Abendessen» wieder. Mit reichlich Kirin-Biru und Ramen-Suppe im Magen legten wir uns in den Futon-Betten zur Ruhe.

Tag 8:

Mit einem Tintenfisch-Frühstück gestärkt, brachte uns der Shinkansen «Thunderbird 14» direkt nach Kyoto. Der Samurai-Sonderbus chauffierte uns zum Tenryu-ji Tempel. Nach dem Besuch der herrlichen Gärten mit riesigen Bambuswäldern gab es ein vegetarisches Mittagessen inklusive Schlabber-Sojapudding. Danach besichtigten wir den Ryoanji-Steingarten, bevor der Goldene Pavillon «Kinkakuji» auf uns wartete. Nach Sonnenuntergang leuchtete der Kyoto-Tower eindrücklich in den Himmel. Im «New Miyako Hotel» übernachteten wir nach einer Night-Citytour.

Tag 9:

Über Kyoto sind Regenwolken aufgezogen und wir besuchten das Schloss «Nijo», die frühere Residenz von Ieasu Tokugawa, mit Regenschirmen ausgerüstet. Im «Heian Schrein» befindet sich einer der schönsten Gärten mit einer tollen Holzbrücke und schnappenden Teichkarpfen. Nach einer Nudelsuppe und zarten Rindfleischstreifen stand der «Hojuji-Palast», bekannt für weibliche Bogenschützinnen, auf dem Programm. Weiter bewanderten wir die grossflächige «Kiyomizu-Tempelanlage» sowie die «Sanjusangendo-Halle». Hier waren besonders viele «Einheimische» in traditionellen Gewändern anzutreffen. Zum Znacht gab es «Teppanyaki» auf einer Stahlplatte zubereitet.

Tag 10:

Tag 10 stand zur freien Verfügung. Die Hübschesten unter uns liessen sich als Geishas und deren männliche Beschützer einkleiden und schminken. Andere machten eine Sight-Seeing Tour durch Kyotos Märkte und Delikatessläden. Es gab sogar Marroni, Snoopy-Miso-Soup oder Spatzen-Spiessli in der «Shinkyogoku» Markthalle. Nach der Erkundung des Quartiers «Higashiyama» besichtigten wir das «Kyoto Municipal Museum of Art», bevor wir den Abend mit einem flambierten «Fast-Kobe-beef» (auch ohne Kobe stolzer Preis, aber sehr fein) und Knoblauch-Chips krönten.

Tag 11:

Der Ausflug nach Nara mit dem Besuch des «Kasugataisha-Schreins» sowie des «Todai-ji Tempels» mit hunderten von aufdringlichen oder gebackenen Hirschen war sehr spannend. Zurück in Kyoto durchschritten wir im Stadtbezirk «Fushimi», diverse Alleen mit roten Torii-Bögen, welche rund um den «Inari-Taisha Shinto-Schrein» angelegt waren. Ein kühles Asahi passte wunderbar zu den zarten Rindfleischwürfeln…

Tag 12:

Nach vier Tagen Kyoto und Umgebung bestiegen wir den Shinkansen «Hikari 461» nach Hiroshima. Nach einem Buffet im «Pegasus» mit Schoggibrunnen besichtigten wir die eindrücklichen Atombomben-Ruinen im Zentrum. Beim «Peace-Memorial-Park» besuchten wir die Dom-Ruine, das «Children-Monument» mit zahllosen Papier-Kranichen, das «Hiroshima Friedensmuseum» und die Uhr, welche die Tage seit dem ersten Bombeneischlag am 6. August 1945 anzeigt. Kulinarisch wurden wir am Abend mit «Okonomiyaki», eine Art japanische Pizza, verwöhnt.

Eine spezielle «Polizeikontrolle» sorgte für etwas Action vor der Nachtruhe…

Tag 13:

Mit der Fähre starteten wir unseren Ausflug nach «Miyajima» mit dem Besuch des «Itsukushima-Schreins». Als Erstes fiel jedoch das «O-Torii-Tor» im offenen Meer ins Auge. Nach gefühlten tausend Tor-Fotos durchforschten wir die imposanten Tempelanlagen; inklusive Lädele, Hirsche füttern, Powernap und Biru-Pause… Danach hatten wir auch die verlorenen Samurailer wieder gefunden… Zurück in Hiroshima ging endlich der langersehnte Wunsch nach einem Sushi-Restaurant mit Essen vom Fliessband in Erfüllung. Den freien Nachmittag nutzen die einen zum Relaxen, andere spazierten zum «Hiroshima-Castle» mit dem eindrücklichen «Gokoku-Shrine». Ein üppiges, letztes Mahl in der vollzähligen Reisegruppe setzte den Tages-Schlusspunkt.

Tag 14:

Am Morgen mussten sich die «Kurzurlauber» von den privilegierten Japanreisenden verabschieden. Eine Ganztages-Shinkansen-Zugfahrt nahm ihren Anfang. Via Shin-Kobe, Osaka und Shizuoka mit Blick auf den Mount Fuij gelangten wir über Tokyo nach Narita, wo uns der Hotel-Roboter eine gute Nacht wünschte.

Wir privilegierten Japanreisenden setzten unsere Reise nun Richtung Süden, nach Nagasaki, fort. Dort angekommen folgte die Besichtigung der Oura-Kathedrale, der ältesten christlichen Kirche Japans, und von Glover Garden, benannt nach dem schottischen Kaufmann Thomas Glover, einer der ersten Ausländer, der europäische Einflüsse nach Japan brachte. Die warme Frühlingssonne motivierte uns zu einigen akrobatischen Einlagen… Nachdem wir ausgiebig die Sonne und die Aussicht über die Bucht von Nagasaki genossen hatten, ging es zurück ins Hotel. Ein Abendessen mit Champon-Nudelsuppe bildete den Abschluss.

Tag 15:

Wir Rückreisenden besorgten am Flughafen letzte Souvenirs wie Tokyo-Bananen, Sake und sonstige Nippon-Sachen, bevor wir mit einem Airbus A-340-300 der SWISS, unseren Heimflug antraten. Hampi haben wir mitgenommen…

Für uns andere ging die Reise weiter mit dem Zug nach Kumamoto. Nach einem kurzen Stopp im Hotel besuchten wir den Suizenji- Park, wo wir unter anderem einen Mini-Fuji-san bewundern konnten. Vor dem Park versuchten wir uns alle in einem japanischen Geschicklichkeitsspiel, mit unterschiedlichem Erfolg…

Zum Abendessen gab es «Spiessli» in allen erdenklichen Variationen.

Tag 16:

Und weiter ging die Reise Richtung Süden über Kagoshima nach Ibusuki. In Kagoshima stiess erst Kaorus Mutter zu uns, danach besuchten wir einen weiteren Park, von dem aus man einen tollen Blick auf den Sakurajime hat, einen seit mehreren Jahren rauchenden Vulkan. Danach ging es weiter nach Ibusuki, für die einen mit dem normalen Zug, für die anderen mit einem historischen Zug. Angekommen sind wir alle… Danach bezogen wir unsere Zimmer in unserem luxuriösen Ryokan. Anschliessend genossen wir ausgiebig die heissen Onsen und einige auch ein Bad im heissen Sand.

Zum traditionellen Abendessen (welches definitiv nicht jedermanns Sache war) erschienen wir wieder in japanischen Gewändern.

Tag 17:

Obwohl wir an diesem Tag offiziell eigentlich uns selbst überlassen gewesen wären, überraschte uns Kaoru mit einem Sightseeing-Programm. Nachdem einige ein weiteres Bad im heissen Sand, diesmal am Strand unter freiem Himmel, genossen hatten, ging es mit unseren persönlichen Taxis auf eine kleine Rundreise durch die Region, inklusive Mittagessen mit kalten Nudeln, die in einem Wasserbad auf dem Tisch im Kreis herum schwammen und Forellen aus eigener Zucht.

Den Nachmittag verbrachten einige von uns damit zu lernen, wir man Origami-Kraniche und anderes faltet, während andere sich bei der Massage oder in der Hängematte entspannten.

Am Abend feierten wir gemeinsam den Geburtstag von Kaorus Mutter mit «italienischem» Essen und Shochu, einem Süsskartoffelschnapps…

Tag 18/19:

Wir verliessen Ibusuki und machten uns auf den Rückweg Richtung Norden. Diejenigen, die auf dem Rückweg noch nicht das Vergnügen hatten, mit dem historischen Zug zu fahren, kamen nun in den Genuss. Über Kagoshima ging es weiter nach Miyazaki. Nach einer Übernachtung in dieser bis auf ihre eigenartigen Methoden, Poulet zuzubereiten (kurz in den Flammen gebraten, so dass es aussen schwarz und innen roh ist und im Geschmack etwas an Erdöl erinnert), nicht weiter spektakulär ist, ging es weiter nach Beppu.

Beppu ist für seine unterschiedlich gefärbten, sehr heissen Quellen, «Höllen» genannt, bekannt. Diese sehen wirklich fantastisch aus!

Tag 20:

Von Beppu aus fuhren wir mit dem Bus nach Yufuin, ein malerisches Städtchen etwas höher in den Bergen gelegen. Dort flanierten wir durch die Strassen und genossen ein leckeres Mittagessen aus hausgemachten Soba-Nudeln, später ein leckeres japanisches Soft-Ice…

Tag 21:

Langsam ging auch unsere Reise ihrem Ende zu. Von Beppu ging es mit dem Zug nach Fukuoka, von wo aus wir am nächsten Morgen sehr früh über Tokyo zurück in die Schweiz flogen.